FAZ am Sonntag: Sieg nach Punkten für’s Wasser aus dem Hahn

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAZ) macht den Vergleich: Leitungswasser gegen Flaschenwasser. Der Sieger: das Wasser aus dem Hahn. So wie der SPIEGEL vor einigen Wochen (klick hier), hat in der gestrigen Sonntagsausgabe auch die FAZ das Thema Flasche oder Leitung aufgegriffen. Verglichen wurden Qualität, Kontrollen und Kosten des Wassertrinkens. ‚Denn viele Wassertrinker,‘ so die Sonntagsbotschaft, würden sich vor Keimen und anderen Rückständen im Leitungswasser fürchten. Deshalb der Griff zur Wasserflasche. Nur keine Panik, alles nicht so schlimm. Das „Warum“ erklärt der Artikel klick hier

Frisches TrinkWasser
Frisches TrinkWasser

Denn wenngleich aus Oberflächenwasser gewonnenes Leitungswasser nicht ganz rückstandsfrei sein kann, weil wir Menschen die Verunreinigungen eintragen, sorgen die für Lebensmittel intensivsten Qualitätskontrollen für weitgehende Sicherheit, so die FAZ. Aber auch einige Mineralwässer sind nicht rückstandsfrei. So haben Studien Arsen und Uran im Flaschenwasser gefunden.

„Wasser ist nicht Wasser“ – Genau, denn angesichts von 6 500 Wasserwerken und 500 Mineralbrunnen in Deutschland (sowie zahlreichen Import-Flaschenwassern) muss es natürlich(e) Unterschiede geben. Und daher sollte jeder Verbraucher selber sorgsam prüfen, welche Qualität er trinkt. Beim Leitungswasser helfen die Wasseranalysen auf den Websites der Versorger. Bei den Mineralwässern steht es auf der Flasche. Auch wenn man dort erkennen wird, so die FAZ, dass dort zuweilen weniger Mineralien drin sind, als die Bezeichnung „Mineralwasser“ erwarten lässt.

Bei den Kosten ist der Vergleich dagegen deutlich einfacher. Während beim Flaschenwasser Preisbandbreiten je Liter von 25 Cent bei Discountwasser bis zu fast 300 Euro für Luxuswasser verlangt werden, ist dieselbe Menge Leitungswasser für weniger als 1 Cent zu beziehen – frei Haus versteht sich. Dabei, darauf weisen FAZ und LebensraumWasser gemeinsam hin, sollte jeder Verbraucher darauf achten, dass die Verpackung einwandfrei ist. Während dies beim Flaschenwasser zwar eine Selbstverständlichkeit ist, aber Zweifel zuweilen angebracht sind, wenn Weichmacher in der Kunststoffverpackung sind, so ist bei Wasserleitungen wichtig, dass hier das Wasser vor dem Trinken nicht zu lange steht. „Vermeide Stagnation!“, lautet die Empfehlung. Also lieber etwas laufen lassen, wenn man morgens den Hahn aufdreht oder nach der abendlichen Rückkehr aus dem Büro die wohl schmeckende Erfrischung sucht.

Und nicht zu vergessen: der Geschmack. Ja das Kapitel sollte nicht unterschlagen werden. Hier hat die Sonntagszeitung leider keinen eigenen Geschmackstest gemacht, sondern sich auf die Stiftung Warentest bezogen. In der Untersuchung aus dem Jahre 2012 hatte das Leitungswasser in den Kategorien Geschmack, Inhaltsstoffe und Schadstoffe + Packung die beste Endnote erhalten.

Zum Schluss soll noch einmal eine Kernaussage der FAZ ausgegriffen werden: es gibt nicht DAS Leitungswasser und nicht DAS Mineralwasser. Jeder Konsument hat seine eigenen Präferenzen, danach wird er sich entscheiden. Wichtig ist nur, dass es grundsätzlich keine Gründe gibt, nicht zum Leitungswasser zu greifen. Prost!

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