Wasserschäden gehören zu den teuersten und gleichzeitig unnötigsten Problemen in Gebäuden. Oft bleiben Leckagen lange unentdeckt – im Schnitt bis zu 48 Stunden. Die Folge: hohe Sanierungskosten, Ressourcenverschwendung und unnötiger Stress für Eigentümer und Mieter. Allein in Deutschland summieren sich die Schäden auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr.
Genau hier setzt das hydrop an – mit einem Ansatz, der so simpel wie wirkungsvoll ist.
Vom blinden Fleck zur Datenquelle
Wasser war lange der „blinde Fleck“ im Gebäudemonitoring. Während Strom längst digital erfasst und analysiert wird, blieb der Wasserverbrauch bisher weitgehend analog und intransparent.
Das Stuttgarter Start-up hydrop systems schließt diese Lücke mit einem pfiffigen Prinzip: das hydrop wird auf dem bestehenden Wasserzähler aufgesetzt, mit WLAN verbunden – fertig ist der Verbrauchs- und Leckagemonitor. Kein Austausch des Wasserzählers, keine aufwendige Installation, keine Eingriffe ins Leitungssystem. Der Zugriff findet über das lokale WLAN statt.
Das bringt viele Vorteile mit sich:
- Zunächst einmal wird der Verbrauch sichtbar, egal ob täglich, wöchentlich oder individuelle Zeiträume, nicht nur mengenmäßige Veränderungen werden visualisiert, sondern auch die der Kosten – auf Grundlage der Wasserpreise und Schmutzwassergebühren. So hat man volle Kostenkontrolle.
- Da anlasslose Verbrauchsspitzen sichtbar werden, lassen sich bestimmte Auffälligkeiten leicht feststellen. Aber auch Schleichleckagen, die lange unentdeckt große Schäden anrichten können, bleiben so nicht mehr verborgen.
- Damit können letztendlich Schäden durch Leckagen früh verhindert werden.
Das System funktioniert dabei mit rund 99 % aller vorhandenen Wasserzähler – ein entscheidender Vorteil gegenüber vielen bestehenden Lösungen.
Die Idee funktioniert. Das Produkt ist im Einsatz. Erste Haushalte nutzen das System bereits erfolgreich. Ich gehöre zu den Anwendern der ersten Stunde. Jedesmal wenn der Wasserwechsel in meinem Aquarium stattgefunden hat, schiesst der Wasserverbrauch in die Höhe. Aber glücklicherweise kenne ich den Grund dafür.

Mehr als nur Leckage-Erkennung
Der eigentliche Mehrwert liegt nicht nur im Alarm bei einem Rohrbruch. Das hydropmeter denkt das Thema weiter:
- Verbrauchstransparenz ermöglicht Verhaltensänderung
Studien zeigen, dass Wassersparen durch Sichtbarkeit und Interesse an den Verbrauchsdaten gefördert werden kann. - Früherkennung reduziert Schäden drastisch
Schadenssummen können sich um mehr als die Hälfte verringern. - KI-basierte Analyse statt einfacher Schwellenwerte
Das System erkennt Muster – nicht nur Extreme.
Damit entwickelt sich der Wasserzähler vom passiven Messgerät zu einem aktiven Steuerungsinstrument. Über eine große Zahl an Zählerbildern werden Modelle trainiert, die Verbrauch und Anomalien immer präziser erkennen. Versicherer haben ein großes Interesse an Schadensvermeidung – und damit an genau solchen Lösungen.
Auch wenn der offizielle Launch der hydrop PROTECT App noch aussteht, werden Leckagen und ungewöhnliche Wasserverbräuche auch jetzt schon in der hydrop App deutlich sichtbar. Kunden können dank des minutengenauen Monitorings durch das hydropmeter eine schleichende Leckage frühzeitig erkennen.
Ein Markt mit enormem Hebel
Die Idee trifft auf einen Markt, der gleich mehrere Treiber hat. Die wichtigsten haben ich mal zusammengefasst.
- Versicherer beklagen steigende Versicherungsschäden für Leitungswasserleckagen in Gebäuden.
- Wasserkunden und Haushalte können ihren Verbrauch monitoren und den Verlust wertvollen Wassers bei unentdeckten Leckagen verhindern.
- Digitalisierung im Gebäudebereich ist nicht mehr Zukunftsperspektive, sondernbereits Realität. Dies ermöglicht von überall den Blick auf den Wasserzähler, den Verbrauch und die Kosten.
- Wasserversorger könnten ihren Kunden einen Mehrwert bieten, ohne dass sie den bewährten analogen Wasserzähler austauschen müssten.
Crowdinvesting bietet Beteiligungsmöglichkeit
Wer sich nicht nur für das Produkt interessiert, sondern auch in ein aussichtsreiches Startup investieren möchte, hat jetzt eine Chance. Gerade in dieser Anfangsphase entscheidet sich, ob aus einer guten Lösung ein Standard wird. Und genau hier ist Unterstützung und Kapital gefragt
Wer hydrop systems nicht nur als cooles Produkt betrachtet, sondern auch das unternehmerische Engagement unterstützen und am Geschäftserfolg partizipieren möchte, kann sich als Investor auf zwei Wegen beteiligen. Noch bis zum 31. Mai 2026 läuft das Crowdinvesting von hydrop systems bei FounderNation. Ab 100 € kann man dabei sein. Ich bin es jedenfalls schon.



Mag sein, aber es geht um Wasserverluste und Mikroleckagen in Wohngebäuden, die das Bauerwerk der Gebäude beschädigt. Ein herkömmlicher Flügelradzähler hat einen Anlauf von 4-10l/h (je nach Hersteller und Genauigkeit [waagrecht] beim Einbau) und das zudem noch im Neuzustand. Nach ein paar Jahren wird der Anlauf (Zeitpunkt, wo sich der Flügel anfängt zu drehen – also Durchfluss überhaupt registriert – immer schlechter. Ein guter Ultraschallzähler registriert bereits Durchflüsse von 1-2 l/h und zwar nahezu über die gesamte Lebensdauer (bis zu 12 Jahre mit Stichprobenverlängerung sind möglich).
Zudem steigen heute schon ca. 50% der Versorger auf Ultraschallzähler um – mechanische Zähler sind Vergangenheit ‼️
Mit der Verpflichtung ab 2028 nur noch bleifreies Messing einzubauen, wird das noch schneller Fahrt aufnehmen, sodass dann die Bedarfe an mechan. Zählern rapide zurückgehen werden. Jetzt noch darauf zu setzen, halte ich für nicht zielführend.
Am Ende entscheidet der Kunde, ob er das System kauft oder nicht. Die Hoheit über die Zählertechnik liegt aber beim Versorger und dieser entscheidet, was für einen Zähler er einbaut.
Wir möchten den Wasserverbrauch für Endkunden transparent machen. Aus unseren Erfahrungen der Verwendung moderner Ultraschallzählern wissen wir, dass die Möglichkeit der Datenerfassung und -versendung selten dazu führt, dass Endkunden diese auch tatsächlich täglich im Detail einsehen können. Dafür kann es verschiedene Gründe geben, etwa Datenschutzbedenken, Energieeinsparungen im Rahmen der 12-jährigen Nutzung oder einfach fehlendes Interesse an der Datenweitergabe.
Wir möchten die Endkunden ganz mit ins Boot holen und haben daher das hydropmeter entwickelt. Uns ist bewusst, dass es in manchen Ländern eine Brückentechnologie darstellen kann und wir sind offen für eine Kooperation mit Wasserzählerherstellern, um hier eine bestmögliche Lösung zu schaffen, die jeder Endkunde nutzen kann.
Die Idee ist gut, aber warum auf eine alte Zählertechnik (Mehrstrahlflügelradzähler – Nassläufer) setzen, wenn immer mehr Versorger seit Jahren dikitale und intelligente Ultraschallwasserzähler einsetzen? Es gibt Zähler in denen genau diese Technologie bereits integriert ist und den Endverbraucher NICHTS kostet! Der Versorger baut den USZ ein, die Daten werden täglich übertragen (NB-IoT oder LoRa), der Versorger sieht täglich was in seinem Rohrnetz gerade passiert (Wasserverlustanalyse im Rohrnetz), der Endverbraucher erhält seine Zählerstände/seine Verbräuche ebenso täglich auf ein Mobilgerät (WaterMonitor App ist kostenlos) und bekommt zusätzlich Warnmelungen über z. B. Leckagen, Frost usw. genau dann wenn diese aufteten (push-Nachrichten). Auch hier wird mit der Wohngebäudeversicherung im Hintergrund zusammengearbeitet, aber das ist keine Pflicht. Das Ganze funktioniert auch OHNE Versicherung!
Ja, das mag sein. Aber es sind eben NICHT ALLE Versorger, die auf USZ umstellen, und nur ein verschwindend geringer Teil bietet den Kunden den Datenzugang. Fast 7.000 Wasserversorger allein in Deutschland gehen nicht nur einen Weg und das sofort. Erst recht bieten nicht alle ihren Kunden auch den Zugriff auf die Verbrauchsdaten, erst recht nicht mit hinterlegten Wasserkosten. Schade, aber Realität. Daher braucht es Alternativen. Eine ist hydropsystems! Übrigens braucht nicht nur der deutsche Wassermarkt derartige Lösungen.