Smarter Wasserzähler soll beim Wasser sparen helfen

Die Dürre in Kalifornien setzt in den USA ungeahnte Kräfte und Innovationen frei. Und, wie es sich für die Ideenfinder auf dem Kontinent der unbeschränkten Möglichkeiten gehört, kommt viel Technologie zum Einsatz. FLUID, eine über über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter angebotene selbstlernende „Wasseruhr“ soll helfen, Wasser zu sparen, unangenehme Überraschungen zu vermeiden und Schwachstellen im häuslichen Wassermanagement aufzudecken. Dazu muss der FLUID-Wasserzähler nur an der Hauptwasserleitung befestigt und mit der Steckdose verbunden werden, erklären die Entwickler. Per W-Lan sollen später Informationen auf verbundene Geräte übertragen werden, damit Nutzer sich auf dem Smartphone den täglichen Wasserverbrauch anzeigen lassen können.

Smartphone-App
Smartphone-App

FLUID soll auch die Nutzung verschiedener Geräte erkennen können. Läuft die Waschmaschine, teilt dies der App mit. Der smarte Wasserzähler soll das Fließmuster lernen und den Betrieb der Waschmaschine beim nächsten Mal automatisch erkennen. So lässt sich am Ende des Tages genau sehen, wo das Wasser verbraucht wurde. Gleichzeitig können die Werte auch über eine längere Zeit beobachtet werden und Einsparungen sind sofort sichtbar. Die App soll auch eigenständige Analysen der gemessenen Werte vornehmen und Alarm schlagen, sobald sie einen unnötigen Wasserverbrauch erkennt – beispielsweise weil der Spülkasten der Toilette dauerhaft läuft oder das Waschbecken tropft. Hinzu kommen regelmäßige Wasserspartipps, die ebenfalls individuell anhand der Aufzeichnungen ausgesucht werden. Schon möglich, dass sich preissensible oder technologieaffine Wasserkunden dafür interessieren, ob allerdings die Masse der Kunden sich wirklich dafür interessieren, darf vermutlich bezweifelt werden.

Finanzierung über Crowdfunding 

Befestigung an der Trinkwasserleitung
Befestigung an der Trinkwasserleitung

Wer sich für Details interessiert und sich vergewissern möchte, ob FLUID auch halten kann, was es verspricht, wird enttäuscht. Noch gibt es erst die Idee. Detail erfährt man auf der Projektseite. Aktuell zahlen Unterstützer der Kickstarter-Kampagne 209 US-Dollar pro FLUID, im Handel sollen es dann 239 US-Dollar sein. Das klingt nach viel Geld für eine „lernende Wasseruhr“. Heute waren es 486 Unterstützer, die auf Kickstarter 18 Tage vor Abschluss der „Sammelaktion“ rund 91.000 des benötigten Startkapitals in Höhe von 95.000 US-Dollar zusammengetragen haben. Damit dürfte das Projekt  wohl realisiert werden können. Ausgeliefert werden sollen die Wasserzähler dann ab Mai 2016. Ein Haken hat die Geschichte: vertrieben wird FLUID nur an US-amerikanische Kunden. Kein Wunder, die haben das Wasser sparen ja auch wirklich nötig.

Integration in Smart Home-Anwendungen geplant

Die Hoffnung der Entwickler ist, dass sich so die Anschaffung des smarten Wasserzählers auf Dauer von alleine finanziert. Angekündigt haben die Entwickler eine Integration von FLUID in bestehende Smart Home-Systeme wie Nest oder SmartThings. Auch soll eine REST API ermöglichen, dass andere Entwickler ihre Geräte integrieren können.

1 Trackback / Pingback

  1. Was bei Verbrauchsspitzen gegen Wasserverschwendung unternommen wird - LebensraumWasser Der Wasser-Blog

Was meinen Sie dazu?

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.