DER SPIEGEL: Öko-Irrsinn Mineralwasser

Diesen SPIEGEL-Artikel werden die Leitungswasser-Fans feiern! Das Nachrichtenmagazin wird in seiner morgigen Ausgabe den guten Geschmack und das ökologische Gewissen der Kranwasser-Trinker loben und den Öko-Irrsinn des Flaschenwahns in Frage stellen. Auch wenn der Beitrag am heutigen Sonntag noch unveröffentlicht ist, so werden sich die Teilnehmer an der Wasser-Blindverkostung in Bottrop noch gut an den SPIEGEL-Redakteur erinnern. Dieser hatte für den morgigen Artikel recherchiert und auch an der Verkostung teilgenommen. Bei der gemeinsamen Veranstaltung der WAZ und des Wasserversorgers RWW (ziehe Foto) war das lokale Leitungswasser dann als überragender Geschmackssieger hervorgegangen. Auf der Strecke blieben teure und weit gereiste Wasser wie VOSS, BLING H2O im Edelfläschchen für rd. 70 Euro oder Fiji-Water, einer Plastikflasche aus Übersee mit fast 20.000 Reise-Kilometern, ein ökologischer Wahnsinn! Weil es so schön war, hier die Ergebnisse: Mit großem Abstand und der Gesamtnote 1,78 gewann das Wasser aus dem Hahn. Platz 2: Nestlé Pure Life Still (2,33). Platz 3: Gerolsteiner Naturell (2,67). Platz 4: Bling H2O (2,78). Platz 5: Volvic Naturelle (2,89). Platz 6: Saskia Naturis (3,11). Platz 7: Voss (3,22). Platz 8: Fiji Wasser (3,61). (Quelle: IESK). Übrigens war dies nicht der einzige Test, den WAZ und RWW veranstaltet hatten, in den anderen Städten waren die Ergebnisse ähnlich gut für das lokale Leitungswasser klick hier! Kleines Schmankerl am Rande: Auch der SPIEGEL-Fachmann für Wasserfragen kürte das Leitungswasser zum bevorzugten Getränk. Hier geht es zum LebensraumWasser-Bericht über den Test: Klick hier!

Blindverkostung in Bottrop

Blindverkostung in Bottrop (Foto: LebensraumWasser)

Wer am heutigen Abend schon einmal eine Kostprobe vom SPIEGEL möchte, der klicke auf diesen Link, wer eine Kostprobe vom Leitungswasser möchte, der greife zum Wasserhahn. Wahre Qualität überzeugt eben immer – aus der Leitung fast kostenlos und mit gutem ökologischen Gewissen! Prost!!

Wasserversorgern und Eventagenturen sei die aufschlussreiche und unterhaltsame Veranstaltung einer Wasser-Blindverkostung wärmstens empfohlen. Erstere finden dabei immer einen Platz auf dem Siegerpodest. Deshalb wird auch ein unabhängiges Institut für die Durchführung empfohlen. Objektivität und Professionalität muss sein. Hier geht es zum Marktforschungsinstitut IESK, dem Markführer bei Blindverkostungen.

11 Gedanken zu “DER SPIEGEL: Öko-Irrsinn Mineralwasser

  1. Das ist doch schön. Ich mag schon seit Jahren nicht mehr die schweren Wasserflaschen aus dem Supermarkt in die Wohnung schleppen, wo das Leitungswasser doch viel öfter überprüft wird und dann auch noch die Verpackung – sei es nun Plastik oder Glas – einspart. Solche Tests sollte man regelmäßig durchführen, das öffnet sicherlich dem einen oder anderen Leitungswasser-Skeptiker die Augen!

      • Ich bin zurzeit in Kopenhagen und habe wirklich selten Dänen getroffen, die in großem Stil Wasser kaufen. Leitungswasser ist Standard, auch in der Firma. Wer gerne Sprudelwasser trinkt, hat eine extra Maschine dafür zu Hause stehen. Finde ich sehr vorbildlich. Aber in der Heimat – komme aus Thüringen – wäre das wirklich einmal eine gute Idee!
        Viele Grüße, Marlene

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  5. Hallo,

    also ich bin Wasser-Sommelier und ich kann nur sagen, das soll jeder selbst entscheiden, was er trinkt. Ich trinke lieber Mineralwasser, da ich meinem Körper was Gutes tun möchte und mich außerdem mit Mineralien versorgen möchte, allen voran Magnesium und Kieselsäure. Des Weiteren darf Mineralwasser nicht behandelt werden, Leitungswasser darf dagegen mit 50 Chemikalien behandelt werden, damit es trinkbar wird bzw. die Grenzwerte einhält.

    • Danke für den Hinweis. Eine kleine „Entgegnung“: es geht weniger darum, eine Wasserqualität zu diskreditieren, als vielmehr um Augenhöhe beim Geschmack und der Qualität. Abgesehen davon gibt es über 6.500 Trinkwasserversorgers und 500 Mineralbrunnen in Deutschland, mit einem Vielfachen an Quellen und Brunnen etc. Somit muss jeder Vergleich mit Ungerechtigkeiten behaftet bleiben. Die Gesetze, die beide Wasser erfüllen müssen, um in den Verkehr zu gelangen, sind jedenfalls sehr streng.

      Ökologisch gesehen, ist die Flasche nun mal ein zusätzlicher individueller Transportgegenstand für Mineral- und Tafelwasser, den man bei Leitungswasser nicht benötigt. Wem dann die Inhaltsstoffe nicht so wichtig sind, wohl aber der ökologische Fußabdruck seines Trinkens, der wird vermutlich nicht zur Flasche greifen wollen.

      Wünsche einen schönen Sonntag

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