Warum FORD bei der Automobilherstellung auf Wasser verzichten will

Autos ohne Benzin fahren, dank der Elektromotoren schon Realität, Autos ohne den Einsatz von Wasser herzustellen, dagegen noch Zukunftsmusik. Der Hersteller Ford ist aber schon auf dem besten Weg dahin. Seit dem Jahr 2000 arbeitet das Unternehmen an einer globalen Wasserinitiative und konnte seither den Verbrauch um 62,5 Prozent reduzieren, mehr als 47 Milliarden Liter Wasser konnten so eingespart werden. Das ist etwa der jährliche Wasserverbrauch einer Millionenstadt. „Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein grundlegendes Menschenrecht“, sagte Kim Pittel, Vice President, Sustainability, Environment and Safety Engineering, Ford Motor Company.

Investoren erwarten Nachhaltigkeit beim Wassereinsatz

Ford ist jetzt auf dem besten Weg, das selbstgesteckte Ziel, die Senkung des Wasserverbrauchs bis 2020 um fast drei Viertel, zu erreichen. Langfristig soll gar kein Trinkwasser mehr bei der Fahrzeugproduktion verwendet werden. Ford hat von CDP die Bestnote „A“ für sein Wassermanagement erhalten. Bei CDP (Carbon Disclosure Project) handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die Themen wie Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit in der Wirtschaft vorantreibt. Dies ist das vierte Jahr in Folge, dass Ford von der CDP für vorbildliches Wassermanagement ausgezeichnet wurde.

Hinter CDP stehen Investoren wie einflussreiche Fonds und Banken, die sich durch eine Nachhaltigkeit beim Wassereinsatz mehr Unabhängigkeit von der kritischen Ressource erwarten. Die Logik dahinter: wenn die Wasserversorgung wegen Dürre, erschöpften Wasservorräten oder aus regulatorischen Gründen unterbrochen wird, wäre auch die Produktion betroffen. Das würde die Gewinnaussichten beeinträchtigen. Aus Sicht der Investoren ist das zu vermeiden. CDP hilft, die Konzerne verschiedenster Branchen weltweit bei Wasser unter die Lupe zu nehmen. Die Abhängigkeit von Wasser soll sinken. Zudem setzen immer mehr Hersteller aus gesellschaftspolitischer Verantwortung auf mehr Nachhaltigkeit, das fördert ihr Image. Gerade in Zeiten, in denen die Automobilindustrie unter Druck steht, könnte etwas Positives beim Ressourceneinsatz helfen. Deshalb beziehen die Hersteller nicht nur ihre eigene Produktion ein und stellen Sie auf Wassereffizienz um, von den Sparzielen werden auch die Lieferanten erfasst. Egal ob es um Bremsen, elektronische Bauteile oder die Innenausstattung eines Autos der Marke Ford geht, egal ob der Lieferant in China, in den USA oder im Siegerland sitzt, der Wasserverbrauch muss reduziert werden, damit die global geltenden Ziele erreicht und die Benchmarks nicht verfehlt werden.

Quellen / Weiterführendes  

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