Ist Boliviens Wasserversorgung ein Vorbild für das Recht auf Wasser oder droht erneutes Scheitern?

Vor 17 Jahren kämpfte die bolivianische Bevölkerung gegen die Wasserprivatisierung. Als vorbildlich wurde unlängst das Erreichen der UN-Entwicklungziele in dem Andenstaat gewürdigt. Ende Oktober erklärte Boliviens Regierung sogar das Grundrecht auf Wasserversorgung für alle Menschen. Ein Weg weisender Schritt, angesichts der Vergangenheit! Zu früh gefreut? Der Klimawandel bedroht auch Bolivien. Wasserknappheit sind die Folgen –…

Wie (un)wichtig Wasser im Bundestagswahlkampf ist

„Wasser ist kein Thema“, zumindest wenn es nach dem Regierungsprogramm der CDU/CSU für die Zeit nach der anstehenden Bundestagswahl geht. Wie meine aktuelle Analyse der Wahlprogramme der Anwärter auf den Einzug in den nächsten Bundestag zeigt, unterscheiden sich die Parteien nicht nur in der Gewichtung des Wasserthemas, sondern erwartungsgemäß auch den Zielen und Maßnahmen. Dabei…

Verstaatlichung der englischen Wasserwirtschaft steht im Labour-Wahlprogramm

Englands Wasserwirtschaft soll verstaatlicht werden. So sieht es jedenfalls das Wahlprogramm Manifesto der englischen Labour-Party vor, das unter dem Titel „FOR THE MANY, NOT THE FEW“ soeben veröffentlicht wurde. Demnach sollen die unter der Regierung Thatcher im Jahre 1989 im Zuge einer Privatisierung geschaffenen 23 Wasser- und Abwasser-Unternehmen in neun regionale Wasserunternehmen in öffentlicher Hand umgewandelt werden.…

Papst Franziskus will globaler Wasserpolitik neue Impulse geben.

Papst Franziskus zeigt sich unzufrieden mit dem Zugang zu sicherem Trinkwasser und Sanitärsystemen in der Welt. Daher veranstaltet die pontifikale Akademie des Vatikans am 23. und 24. Februar 2017 einen Workshop mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und Staaten, um Vorschläge für die nationalen Politiken und das globale Handeln zu entwickeln. Der Heilige Stuhl beklagt große Defizite bei…

Ir(r)land in Aufruhr – Wasserpreise lösen Bürgerproteste aus

Es sollte Irlands grosser Schritt Richtung nachhaltiger Wasserversorgung werden: die Einführung eines Wasserpreissystems. Die rund 1,35 Millionen Haushalte sollen sich erstmals an den Kosten der Wasserversorgung beteiligen. Dazu wurden sie aufgerufen, sich zu registrieren und Wasserzähler einbauen zu lassen. Jetzt formiert sich massiver Widerstand. In den vergangenen Tagen sind fast 100 000 Menschen auf die Strassen…

Eine Streitschrift über das Wasser – Quer zum Strom

Ist Wassersparen sinnvoll? Welchen Wert hat Trinkwasser hierzulande und weltweit? Welchen Sinn oder Unsinn haben Privatisierungen. Das Buch “Quer zum Strom – Eine Streitschrift über das Wasser” von Petra Dobner hinterfragt den Umgang mit Wasser in ökonomischer und ökologischer Hinsicht. Es möchte ein Bewusstsein dafür schaffen, dass und was sich in Bezug auf das nasse Element weltweit, aber auch hierzulande, ändern müsste. Dieser Betrag darf als kritische Würdigung der Streitschrift verstanden werden.

EU zu Right2Water: Kommunale Verantwortung bleibt

Die Kampagne „Right2Water“ ist die allererste erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative. Sie hat Dank des Erreichens der notwendigen Unterstützung durch 1,695 Millionen Unterschriften aus ganz Europa die EU-Kommission verpflichtet, sich mit ihren Forderungen auseinander zu setzen. Die zentrale Forderung von „Right2Water“ zielte auf den Verzicht der Liberalisierung der Trinkwasserversorgung ab. Am 19. März hat die Kommission ihre Stellungnahme dazu in Form einer Mitteilung vorgelegt. Sie erteilt der von der Initiative gleichzeitig angestrebten Einschränkung der Einbeziehung Privater eine Absage.

Wasserkonflikte und Lösungsansätze – Buchtipp: „Wasser – Eine Reise in die Zukunft“

Wasser und seine geopolitische Bedeutung für die Erhaltung des Friedens, so kann der Inhalt des Sachbuches „Wasser – Eine Reise in die Zukunft“ des Norwegers Terje Tvedt, beschrieben werden. Hintergründig und faktenbasiert beschreibt der Politologe, Historiker, Hydrologe und Geologe welchen Stellenwert Wasser für die Entwicklung, die Sicherheit und Zusammenarbeit von Staaten und Regionen hat. Anschaulich…

Koalitionsvertrag befasst sich nur am Rande mit der Wasserwirtschaft

Man mag es bedauern, vielleicht aber auch begrüßen, die Koalitionspartner in spe sehen jedenfalls keinen Bedarf, sich im Vertrag gesondert mit der Wasserwirtschaft zu befassen. Wer geglaubt hat, nach der spektakulären Initiative gegen die Privatisierung oder die Diskussion um Wasserpreise gäbe es eine einheitliche Auseinandersetzung und eindeutige Aussagen, der wird enttäuscht. Die wasserwirtschaftlichen Belange wie…