Deutsche Wasserwirtschaft und Ministerien möchten Europa nach Mülheim an der Ruhr einladen

In dem Maße wie die Herausforderungen in Folge von Wasserstress, Mikroschadstoffen und Nitraten sowie der ökonomischen Anforderungen der Daseinsvorsorge zunehmen, steigt auch der Bedarf an technologischen Innovationen in der Wasserwirtschaft. Die EU-KOMMISSION hat mit der Innovationspartnerschaft Wasser (EIP Water) eine Plattform geschaffen, um die technologische Entwicklung zu fördern und durch Austausch zu koordinieren. Regelmäßig treffen sich daher über 1000 Experten zur EIP Water Konferenz. Geht es nach den Willen der Stadt Mülheim an der Ruhr und ihrer Partner RWW und BDEW, dann findet die nächste Konferenz im September 2019 in der „Stadt am Fluss“ statt.

Für die EIP Water 2019-Konferenz hatte die EU-KOMMISSION eine Gastgeberstadt in Europa gesucht. Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat sich mit RWW und BDEW um eine Ausrichtung beworben und am 14. September ihre Unterlagen eingereicht. Mit einer Entscheidung wird Ende Oktober gerechnet.

EIP Water in Mülheim/Ruhr könnte deutsche und europäische Wasserpolitik stärker verzahnen

Mit der „European Innovation Partnership on Water“ (EIP Water) fördert die EU-KOMMISSION die technologischen, organisatorischen und ökonomischen Innovationen im Wassersektor, um die Kompetenz der europäischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen zur Einhaltung der erforderlichen Standards und Bewältigung einer drohenden Wasserkrise weiter zu entwickeln.

EIP Water böte der deutschen Wasserwirtschaft, der weltweit führenden WasserIndustrie und den Dienstleistern eine hervorragende Plattform, ihre Leistungsfähigkeit einem internationalen Publikum zu präsentieren. Einen strategisch bedeutsamen Stellenwert dürfte die Konferenz an einem deutschen Standort dadurch erlangen, dass sich die deutschen und – in diesem Falle – auch nordrhein-westfälischen Themen aus Wasserpolitik und Wasserforschung mit denen der EU verzahnen lassen. EIP könnte helfen, die Attraktivität der hiesigen Region auszubauen und für Forschung und Entwicklung noch interessanter zu machen. Dies könnte einen bedeutenden wirtschaftspolitischen Impuls auch für Hochschulen, Unternehmen und Forschungsinstitutionen der Region auslösen.

Das Logo für EIP Water 2019 Mülheim an der Ruhr

Bundes- und Landesministerien unterstützen die deutsche Bewerbung 
Den Stellenwert der Bewerbung für die deutsche Wasserwirtschaft und -industrie unterstreicht deren Unterstützung durch zahlreiche Ministerien, Unternehmen und Institutionen, allen voran die der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, der NRW-Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser, dem Bundesforschungsministerium, dem Umweltbundesamt, dem Deutschen Verein des Gas und Wasserfachs DVGW, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. DWA, European Water Association EWA, Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, GWP German Water Partnership und zahlreichen Unternehmen, Forschungspartnern, Hochschulen und Medienpartnern.

Besonderen Stellenwert nimmt in der Bewerbung die Einbindung der Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Start-Ups aus NRW ein. Gerade in der Gründerszene zeigt sich reichlich Entwicklungspotenzial für wasserwirtschaftliche Fragestellungen. Hier möchte die Mülheimer EIP Konferenz eine Mittlerrolle einnehmen, um – wie in anderen Regionen der Welt – Start-Ups näher an die Wasserwirtschaft heranzuführen. Dafür ist gerade der Schwerpunkt Digitalisierung eine prädestinierte Ausgangsposition. EIP Water in Mülheim wird auch in der Öffentlichkeit eine stärkere Aufmerksamkeit für Wasserthemen erzeugen. Daher wollen die Initiatoren die Medien aktiv einbinden.

Hier geht es zur EIP Water-Plattform

Unterzeichnung der EIP-Water-Bewerbung: RWW-Geschäftsführer Dr. Franz-Josef Schulte und Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten (re.). Foto: Walter Schernstein

Unterzeichnung der Bewerbung: RWW-Geschäftsführer Dr. Franz-Josef Schulte und Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten (re.). Foto: Walter Schernstein

Ansprechpartner:

Siegfried Gendries
RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH
Am Schloss Broich 1, D-45479 Mülheim an der Ruhr
Telefon: 0208 4433-724
siegfried.gendries@rww.de

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