Filmtip – „Kostenfalle Kanalisation“ auf NDR

„Die Abwasserpreise steigen ständig. Auch deswegen, weil in Norddeutschland Leitungen und Rohre veraltet sind und überdimensionierte Klärwerke abbezahlt werden müssen. Büßen die Verbraucher für die Fehler im System?“ Einleitende Feststellung und Frage sind Ausgangspunkt des Beitrages „Kostenfalle Kanalisation“, die der NDR in der Reihe „45 Minuten“ am Montag, den 11. August 2014, 22:00 bis 22:45 Uhr, sendet.

Die NDR-Dokumentation der Autorinnen Sonja Brier und Judith König zeigt, wie marode die Abwassersysteme inzwischen sind und warum Experten für ein Umdenken in Sachen Abwasser plädieren. In der Fachwelt wächst demnach die Diskussion über die Frage, wie lange es sich die Kommunen noch leisten sollten, Fäkalien mit Trinkwasser weg zu spülen.

Lebensraum Wasser meint:
Auch wenn es für die Reinigung der Kanäle mittlerweile Trinkwasser-schonende Alternativen gibt, so ändert das an dem Grundproblem nur wenig: Abwassersysteme müssen, wie andere Infrastrukturen auch, an die Herausforderungen der Zukunft angepasst werden. Dazu zählen „weniger Menschen“, „geringere Abwassereinleitung“ und „steigende Umweltanforderungen“. Steigende Kosten für die angeschlossenen Haushalte sind die fast unausweichliche Folge, wenn, wie fast überall in Deutschland üblich, die Investitionen in die Netze und Anlagen über die variablen Abwassergebühren refinanziert werden. Gravierende Steigerungen der Gebühren werden dann nicht zu vermeiden sein. Diese Entwicklung hat in NRW kürzlich der Bund der Steuerzahler zu Recht kritisiert (Quelle: http://www.steuerzahler-nrw.de/Gebuehrenvergleiche/899b352/index.html). Man darf gespannt sein, zu welchen Ergebnissen der NDR gelangt ist.

Hier geht zu weiteren Informationen: http://www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Kostenfalle-Kanalisation,sendung265552.html

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