Umweltverbände fordern Kurswechsel in der Agrarpolitik. Naturschutzverträge sollen Ausgleichsprämien ermöglichen.

Deutschlands größte Umweltverbände, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (NABU), fordern gemeinsam einen grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik. Damit wollen sie auch die Wasserressourcen schützen. Angesichts der gravierenden Auswirkungen der Landwirtschaft auf Wasser, Böden, Tierwohl und Artenvielfalt und der damit verbundenen Folgekosten für den Steuerzahler erklärten die Verbände die jetzigen…

Naturschutzverbände erheben bei EU Beschwerde gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung der Wasserrahmenrichtlinie

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingelegt, weil Deutschland die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) missachte. Die Umweltverbände fordern die Einleitung eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland, da die Planungen und gesetzlichen Vorgaben zum Gewässerschutz nicht ausreichten, um die EU-Vorgaben zu erfüllen. Grundlage der 36 Seiten…

Fotomontage Gendries

Spurenstoffe in Gewässern – Gemeinsame Handlungsempfehlungen zur Vermeidung

„Den Spurenstoffen gemeinsam auf der Spur.“ In bemerkenswerter Eintracht haben Industrie, Forschungsinstitute und Wasserwirtschaft in den vergangenen Monaten auf Initiative des Bundesumweltministeriums darüber diskutiert, wie so genannte Spurenstoffe aus Gewässern zurückgehalten werden können. Heute wurden dem Staatssekretär Jochen Flasbarth, stellvertretend für das Bundesumweltministerium, die politischen Handlungsempfehlungen („Policy Paper“) überreicht. Damit bekommt eine Herausforderung Konturen, die…

Verstösse gegen Wasserschutzbestimmungen können teuer werden.

Am 31. Januar endete die Sperrfrist für die Gülleausbringung. Immer wieder gibt es Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen. Um diese zu ahnden, bedarf es der konsequenten Anwendung des Wasserhaushaltsgesetzes und der entsprechenden Bussgeldordnungen, ist aus Kreisen der Umwelt- und Naturschützer zu vernehmen. Bei der Düngung müssen die Landwirte die vorgegebenen Abstände zu Oberflächengewässern einhalten, um direkte Einträge von…

Nachhilfebedarf bei Wasser, aber Musterschüler bei der Kreislaufwirtschaft. Wie die EU Deutschlands Umweltpolitik bewertet

Die Europäische Kommission geht neue Wege, um die umweltpolitischen Ziele zu ereichen. „Lerne-von-den-Besten“ dürfte das seit Mai 2016 eingeleitete Verfahren am besten beschreiben. Mit dem als Überprüfung der Umsetzung der Umweltpolitik (Environmental Implementation Review – EIR) bezeichneten Verfahren will die Brüsseler Behörde langwierige Vertragsverletzungsverfahren vor dem EuGH durch einen zweiten Weg beschleunigen, wobei der EuGH dadurch nicht beschäftigungslos…

Textilindustrie produziert nachhaltiger. Detox-Kampagne von Greenpeace zeigt Wirkung.

Das Konsumverhalten ist auch mitverantwortlich für die Umweltbedingungen und die Ressourcenvorräte in den Herkunftsländern der Produkte. Bei den Gewässerqualitäten und Wasservorräten trifft dies ganz besonders auf Textilien und Bekleidung zu. Textil-Discounter bieten immer billiger und damit für nur kurze Nutzungsdauern produzierte Kleidungsstücke an. Diese lösen bei wenig zahlungskräftigen Teenagern einen Kaufrausch aus, nur um kurze Zeit später im Abfall zu…

Vom Wasserhygiene-StartUp zur Stiftung: Water.Foundation

Viele Herausforderungen werden sich nicht mehr mit den herkömmlichen Methoden lösen lassen. Das gilt auch im Lebensraum Wasser. Zu vielfältig sind die Gründe für Wasserknappheit und Hygienemängel. Daher sind neue Wege und innovative Ansätze unverzichtbar. „Alternativlos“, um unsere Kanzlerin zu zitieren. Die Stiftung Water.Foundation ist eine solche Innovation. Die Stiftung haben Christian Mönninghoff und Jan…

Mehr Transparenz bei Glyphosat. EuGH stärkt Informationsrechte der Bürger

Behörden und Unternehmen verweigern oft Informationen über Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat. Das ist nicht zulässig, urteilt jetzt der Europäische Gerichtshof (EuGH). Damit hat das höchste Gericht gestern in einem als historisch bezeichneten Urteil die Zugangsrechte der Bürger zu Umweltinformationen gestärkt. Nationale und EU-Behörden müssen zukünftig Studien u.a. über die Wirkung von Pestiziden wie dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat öffentlich zugänglich machen. „Beantragt eine Person…

5 vor 12 beim Gewässerschutz. Mikroschadstoffstrategie eine Antwort des Bundesumweltministeriums

Anhaltende Verschlechterung des Gewässerzustandes und jetzt noch die Klage der EU beim Europäischen Gerichtshof. Es wird eng für das Bundesumweltministerium. Jetzt kommt der erste Befreiungsschlag. Heute wurde der Stakeholder-Dialog zur Mikroschadstoffstrategie des Bundes eröffnet. In einem als ergebnisoffenen bezeichneten, moderierten Dialogprozess sollen bis Frühjahr 2017 unterschiedliche Interessen im Umgang mit Mikroschadstoffen zusammengeführt werden. Die Ergebnisse des Dialogs sollen…

„Den deutschen Gewässern könnte es besser gehen“, berichtet die Bundesregierung der EU-Kommission

Alle deutschen Gewässer müssen bis 2027 in gutem Zustand sein, das fordert die EU. Da bleibt viel zu tun. Denn derzeit erfüllen nur 8 Prozent diese Vorgabe. Die meisten Gewässer sind in unbefriedigendem oder gar schlechtem Zustand. Die meisten Oberflächengewässer in Deutschland sind in mindestens unbefriedigendem ökologischem Zustand. Schuld daran ist maßgeblich die Landwirtschaft. Die Wasserentnahmen durch…

Coca-Cola arbeitet wasserneutral und gibt Weckruf für globalen Wasserschutz

Die Getränkeindustrie hat bei vielen Umweltschützern und Gegnern der privat-wirtschaftlichen Nutzung von Wasserressourcen einen schweren Stand. Wegen knapper werdender Ressourcen initiieren die Unternehmen Umweltprojekte und Effizienzsteigerungen beim Wassereinsatz. Coca-Cola hat dabei jetzt vermutlich mehr als einen Image-Erfolg erzielt. Nach eigenen Angaben ist der Getränke-Konzern das erste Index Fortune 500-Unternehmen, das wasserneutral arbeitet – ausgerechnet ein Unternehmen, dessen Hauptprodukt ein Getränk…

Immer mehr Opfer und Konflikte durch verunreinigte Flüsse. Kann die Industrie helfen?

Rotes Flusswasser in Russland. Das hat zwar keinen politischen Hintergrund, wohl aber einen umweltpolitischen. Das Problem ist nicht auf Russland beschränkt. Eine Woche bevor im russischen Fluss Daldykan das Wasser durch einen Störfall in einem Stahlwerk rot wurde, veröffentlichte die UNEP, die Umweltorganisation der UN, einen Bericht mit dem Titel „A Snapshot of the World’s Water…

Keine Einigung über Glyphosatgenehmigung 

Die EU hat eine Entscheidung über die Neuzulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat vertagt. Die Vertreterinnen und Vertreter der 28 Mitgliedstaaten erzielten am Donnerstag keine Einigung über die Neuzulassung in Europa. Damit ist weiterhin offen, ob das Pflanzenschutzmittel auch in Zukunft in Europa eingesetzt werden kann. Ende Juni läuft die aktuelle Lizenz in der EU aus. Die Wissenschaft ist in der Einschätzung…

Bayerns SPD sorgt sich um die Gewässerqualität – und mit ihr die EU-Kommission

Die SPD-Fraktion im bayrischen Landtag nimmt die „rote Karte“ der EU-Kommission, ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen der Nicht-Umsetzung der EU-Nitrat-Richtlinie einzuleiten, zum Anlass, die Gewässerqualität auf die Agenda zu setzen. In Ihrem Antrag “Verschlechterung stoppen – Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie bis 2021 bayernweit erreichen“ fordert sie die bayrische Staatsregierung auf „unverzüglich Maßnahmen gegen die weitere…

Warum das Leben eines Joghurtbechers beispielhaft für das Wasserrecycling sein kann

„Ich war 1.000 Joghurtbecher“, mit diesem Hinweis an einer Parkbank aus Recyclingkunststoffen wurde in den 90er Jahren der Übergang vom Abfall zum Wertstoff erklärt. Grundlage war die Kreislaufwirtschaft, die auf Schonung der knappen Ressourcen abzielte. Damit eröffneten sich für die Abfallentsorger neue Geschäftsfelder und frei bestimmbare Verwertungswege. Für die Konsumenten begann das Sammeln von Joghurtbechern. Plötzlich waren Parkbänke aus Altkunststoff statt aus Holz.…

Kosmetik mit Mikropartikeln

US-Gesetz verbietet Mikroplastik in Kosmetika – zur Freude der Industrie!

Dieses Gesetz wird vielen Umweltschützern auf den ersten Blick vorweihnachtliche Freude bereitet haben: Ab Juli 2017 ist in den USA die Verwendung von Mikrokunststoffen in der Kosmetikproduktion verboten. Anders als die Diskussion in Deutschland haben die US-Amerikaner eine Gesetzesinitiative binnen weniger Monate ohne jeglichen Widerstand durchgebracht. Aber die wahren Profiteure sind die Hersteller. Mikrokunststoffe oder Mikropartikel sind eine zunehmende Bedrohung für Natur…

Statistische Scheinerfolge beim Antibiotika-Einsatz in der Viehzucht

Insgesamt werden in Deutschlands Intensivtierhaltung große Mengen Antibiotika verabreicht. Diese bedrohen die Gewässer und mittelbar auch die Trinkwasseraufbereitung. Größere Risiken gehen aber von Antibiotikaresistenzen aus. Insgesamt 1.238 Tonnen sind 2014 von pharmazeutischen Unternehmen und Großhändlern an Tierärzte abgegeben worden. Dies ist die gute Seite der Entwicklung, denn nach den aktuellen Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz…

Neue Risikobewertung glyphosathaltiger Produkte

Müssen die Risiken des Glyphosat-Einsatzes in Europa neu bewertet werden? Eine Krebsstudie eines WHO-Instituts hatte vor wenigen Wochen für Unsicherheit und Aufregung um Glyphosat gesorgt (siehe hier). Neue Studien und Bewertungen ziehen jetzt Unkrautvernichtungsmittel wie RoundUp in den Blickpunkt der Kritiker und Verbraucherschützer. Da zum Ende des Jahres die EU-Neuzulassung für Glyphosat ansteht, dürfte jetzt die Auseinandersetzung zwischen Herstellern und…

Mit TTIP durch die Hintertür zur Glyphosat-Zulassung?

Müssen Hobbygärtner beim Kauf ihrer Pflanzenschutzmittel umdenken? Glyphosat, das weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel, ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO „wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen“. Besondere Brisanz besitzt die Einstufung als „wahrscheinlich krebserregend“, weil die Zulassung von Glyphosat sowohl in der EU als auch in den USA 2015 ausläuft. Die „Glyphosat Task Force“, ein Zusammenschluss der Hersteller, an…